37. Regionalwettbewerb Jugend forscht Braunschweig

28. Februar 2025
Die Braunschweigische Stiftung in Kooperation mit der Braunschweigischen Landessparkasse

Europas größter Jugendwettbewerb für Wissenschaft und Technik, Jugend forscht, feierte 2025 sein 60. Jubiläum. Beim 37. Regionalwettbewerb in Braunschweig stellten über 100 Jungforschende der Region ihre innovativen Projekte vor.

Die Nachwuchswissenschaftler:innen aus Braunschweig und Region präsentierten ihre kreativen und zukunftsweisenden Ideen in den Räumlichkeiten der Braunschweigischen Landessparkasse. 41 Projekte in der Sparte ›Jugend forscht‹ und 31 Projekte in der Sparte ›Jugend forscht junior‹ gingen an den Start. Eine hochkarätige Jury mit über 50 Mitgliedern bewertete die Arbeiten und prämierte die besten Projekte. Die Arbeiten deckten eine Vielzahl wissenschaftlicher Disziplinen ab – von digitalen Innovationen über medizinische Lösungen bis hin zu Robotern im Pflegedienst.

Insgesamt schafften es 20 Teilnehmer:innen mit 13 Projekten in die nächste Wettbewerbsrunde auf Landesebene.

Mit seinem Projekt ›E-cono Drive‹, einem innovativen Nachrüstmotor für Rollstühle, qualifizierte sich der Braunschweiger Leonard Arndt sogar bis zum Bundeswettbewerb in Hamburg – und wurde dort mit dem Sonderpreis für eine herausragende Arbeit im Bereich Technik ausgezeichnet.

Im Interview erzählt er uns von seinen Erfahrungen und gibt Tipps für zukünftige Jungforschende.

Lieber Leonard, herzlichen Glückwunsch zu deinem Erfolg! Wie hast Du die Zeit zwischen Regional-, Landes- und Bundeswettbewerb erlebt?

»Die Zeit zwischen den Wettbewerben war für mich eine extrem intensive Phase, in der ich das Feedback der jeweiligen Juroren direkt in die Weiterentwicklung meines E-cono Drive gesteckt habe. So habe ich zum Beispiel die Programmierung für die Lenkung verfeinert. Bis zum Bundesfinale habe ich Stunden in der Werkstatt verbracht, um meine eigene Technik noch ein Stück besser und zuverlässiger zu machen.«

Wie hast Du die Atmosphäre auf einem Bundeswettbewerb empfunden?

»Es ist der Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass es von über 10.000 Teilnehmende am Ende nicht mal 2 Prozent ins Bundesfinale schaffen. Trotz dieses harten Auswahlprozesses war die Stimmung in Hamburg unglaublich herzlich und inspirierend – man ist unter Gleichgesinnten, die für ihre Ideen brennen. Der absolute Höhepunkt war die Preisverleihung, bei der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier persönlich anwesend war. Teil eines so hochkarätigen Rahmens zu sein und mit dem Sonderpreis für eine herausragende Arbeit im Bereich Technik ausgezeichnet zu werden, war eine riesige Ehre für mich und ein Moment, den ich nie vergessen werde.«

Hast Du einen Tipp für Jungforschende, die durch den Regionalsieg beim Landes- oder sogar beim Bundeswettbewerb antreten dürfen?

»Mein wichtigster Tipp an alle, die es bis zum Landes- oder sogar Bundesfinale geschafft haben: Genießt jede Sekunde dieses mehrtägigen Events und vernetzt euch. Ihr habt Euch gegen tausende Mitbewerber durchgesetzt und gehört bereits zu den Besten! Nutzt die Zeit, die anderen faszinierenden Projekte kennenzulernen und Freundschaften mit Gleichgesinnten zu schließen.«

Arbeitest Du noch an ›E-cono Drive‹ weiter oder gibt es neue Ideen, die du verfolgst?

»E-cono Drive bleibt für mich natürlich ein Herzprojekt, und ich nutzte die Zeit nach dem Wettbewerb vor allem dazu, die Technik hinter dem Antrieb noch weiter zu verfeinern. Tatsächlich hat mich der Forschergeist schon wieder voll erwischt. Bereits auf dem Rückweg vom Bundesfinale nach Hause ist mir eine neue Idee für ein Projekt gekommen, das ich jetzt parallel in der Werkstatt ausprobiere. Wer einmal mit dem Forscher-Virus infiziert ist, der hört einfach niemals auf zu erfinden.«

Vielen Dank und viel Erfolg weiterhin!