TRImaS – Wir! Gemeinsam! Triathlon! – Die ganze Familie macht mit
2025–2027
Triathlon Verband Niedersachsen
Im Projekt des Triathlon Verbands Niedersachsen stehen Fairness, Gemeinschaft und Bewegungsfreude im Mittelpunkt: Kinder und ihre Familien erleben gemeinsam Sport und stärken dabei Teamgeist, Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen.
Hoher Medienkonsum, die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie fehlende Freizeitangebote führen dazu, dass sich viele Kinder im Alltag deutlich weniger bewegen. Mit dem Projekt ›TRImaS – Wir! Gemeinsam! Triathlon! – Die ganze Familie macht mit‹ möchte der Triathlon Verband Niedersachsen dem entgegenwirken, Kinder frühzeitig für Bewegung begeistern und gleichzeitig ihre Familien einbeziehen. Im Mittelpunkt steht dabei die Freude an gemeinsamer Aktivität und nicht der Leistungsdruck.
Im Rahmen des Projekts werden Triathlon-Veranstaltungen an Schulen im Braunschweiger Land durchgeführt. Der Verband hat sich dafür ein besonderes Format ausgedacht: Unter dem Motto ›Klasse! Triathlon!‹ treten nicht einzelne Kinder, sondern Schulklassen als Team gegeneinander an. Die Klassen messen sich in den drei Triathlon-Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen, wobei jedes Kind einen Beitrag zum Gesamtergebnis seiner Klasse leistet. Eine individuelle Leistungsbewertung findet dabei bewusst nicht statt: »Wir haben erkannt, dass gemeinschaftliche Erlebnisse – statt bloßer Leistungsorientierung – die Motivation aller Beteiligten erhöhen«, erklärt der Projektleiter Christian Schlums. »Die Bewertung der Klasse statt einzelner Akteure fördert ein inklusives Klima, in dem unterschiedliche Stärken geschätzt werden und jeder Beitrag als bedeutsam gilt«.
»Ein spielerischer, klassenbasierter Ansatz betont die Freude an Bewegung. Dadurch senken sich Einstiegshürden und Barrieren, insbesondere für Kinder, die nicht von Natur aus sportlich aktiv sind. Durch wiederkehrende positive Erfahrungen verknüpfen Kinder Bewegung mit Spaß, weniger Angst vor Misserfolg und mehr Offenheit gegenüber neuen Bewegungsformen«, erklärt Schlums.
Die Veranstaltungen finden vormittags während der Unterrichtszeit statt und sind für die Schulen organisatorisch mit geringem Aufwand verbunden. Gleichzeitig erreichen sie eine große Zahl an Teilnehmenden: Bis zu 20 Klassen können an einem Vormittag gegeneinander antreten, sodass pro Veranstaltung bis zu 400 Kinder teilnehmen können.
Perspektivisch soll das Projekt weiter ausgebaut werden. Geplant sind Familienstaffeln am Nachmittag, bei denen Eltern, Geschwister sowie weitere Verwandte oder Freund:innen gemeinsam mit den Kindern antreten. Das gemeinsame Erlebnis soll Familien dazu anregen, auch über die Veranstaltung hinaus regelmäßig gemeinsam sportlich aktiv zu werden. »Die Idee entstand aus der Beobachtung, dass schulische Sportangebote oft isoliert stattfinden und Familien eher selten aktiv teilnehmen. Wir wollen eine Brücke bauen, damit Bewegung zu einer gemeinsamen Familienkultur und nachhaltig wird. Zentral ist der Gedanke, spielerische Zugänge aus dem Schulsport so zu gestalten, dass sie leicht in den Familienalltag überführt werden können. Dadurch entsteht eine nahtlose Verbindung zwischen Schule, Freizeit und Zuhause. Langfristig will TRImaS eine gesundheitsfördernde Familienkultur etablieren, in der Bewegung zu einer gemeinsamen, freudvollen Routine wird – von der Schule ins Wohnzimmer und wieder zurück in die Schule«.
Ergänzt wird das niederschwellige Angebot durch ein vorbereitendes Begleitprogramm an den Schulen. In vier Schnupperkursen lernen die Schulklassen die einzelnen Disziplinen des Triathlons kennen und können diese im Rahmen eines kleinen Hallenmarathons spielerisch ausprobieren. Die Schnupperkurse sind ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zum Wettbewerb: »Die Schnupperkurse ermöglichen eine schrittweise Entwicklung, bereiten gezielt auf die Hauptveranstaltungen vor und fungieren als Motivationsplattform. Durch klare Strukturen, Sicherheitseinweisungen und Erwartungsklärung erhöhen sie die Teilnahmebereitschaft und das Vertrauen in das Vorhaben, reduzieren Ängste, klären Abläufe und demonstrieren realistische Ziele«. So entsteht bereits im Vorfeld Neugier und Begeisterung und eine gute Grundlage für nachhaltige Freude an Bewegung.
Das Projekt findet großen Anklang: »Insgesamt berichten Schulen und Familien von steigender Motivation, regelmäßiger Partizipation und einer positiven Haltung gegenüber Bewegung, sowohl in Schule als auch zu Hause. Weiterhin wird berichtet, dass die spielerischen Zugänge zum Triathlon zu mehr Teilnahmebereitschaft führen, da Kinder eher Lust auf Mitmachen entwickeln. Langfristig trägt dies zu einer gesundheitsbewussten Identität der Schülerinnen und Schüler bei«.